Tristan Jorde - Bürgermeisterkandidat Die Linke
Eine Stadt für ALLE! Vielfältig, Nachhaltig, Bezahlbar
Woher komme ich, wer bin ich denn eigentlich?
Ich wurde 1966 in Wien geboren, habe dort Umwelttechnik an der Wiener Universität für Bodenkultur studiert, als Diplomingenieur abgeschlossen und in dem Bereich auch viele Jahre gearbeitet.
Auf meinem zweiten Bildungsweg habe ich noch eine Ausbildung zum Schauspieler mit staatlicher Prüfung absolviert und mehr als zehn Jahre lang freischaffend als Schauspieler, Musiker und Regisseur gearbeitet.
2017 bin ich dann aus privaten Gründen nach Stade gezogen und nun wieder im ersten Bereich tätig, nämlich als Abteilungsleiter für Energie, Klima und Umwelt bei der Verbraucherzentrale in Hamburg. Dort bin ich auch nunmehr in der zweiten Wahlperiode Vorsitzender des Betriebsrates.
Privat bin ich verheiratet und besitze die österreichische Staatsbürgerschaft, mit der ich als EU-Bürger bei Kommunalwahlen das aktive und passive Wahlrecht habe.
Ich wurde als Parteiloser ohne Gegenstimme zum Kandidaten der Partei Die Linke für die Bürgermeisterwahl der Hansestadt Stade gewählt und kandidiere auch im Wahlbereich 2 auf dem ersten Listenplatz für Die Linke bei der Stadtratswahl. Dem Stadtrat gehöre ich seit 2021 an und bin als Vorsitzender der Fraktion Die Linke eines der aktivsten Ratsmitglieder in der mit Abstand aktivsten Ratsfraktion.
Was habe ich mit der Fraktion Die Linke bisher im Stadtrat thematisiert und angestoßen? Wo waren unsere Schwerpunkte.
- Wir lehnten den Surfpark ab, forderten als einzige Akteneinsicht und blieben über Jahre aktiv mit Anfragen und Anträgen gegen den Surfpark.
- Wir haben uns für den Erhalt und die Sanierung der Tribüne auf dem Sportplatz Camper Höhe eingesetzt. Dank der „Freunde der Tribüne“ bleibt die Tribüne erhalten und wird saniert.
- Wir kritisierten konsequent überhöhte Gebühren und Preise bei Kitas, dem SolemioEintritt und der Wasserver- und Abwasserentsorgung.
- Wir brachten als Einzige die Kritik an mangelndem sozialem Wohnraum bei den lukrativen Investorenprojekten vor und forderten höhere Quoten für günstigen Wohnraum.
- Wir hielten das Thema Lehrschwimmbecken hoch, da wir der Meinung sind, dass gratis Schwimmunterricht in der Schule unkompliziert jederzeit möglich sein muss.
- Wir beantragten ein Frauennachttaxi für Stade. Wir setzten uns konsequent für Barrierefreiheit im Stadtgebiet ein.
- Wir plädierten für nichtkommerzielle Freiräume und offene, vielgestaltige Jugendarbeit der Stadt (Proberäume für Bands, überdachte Sitzgelegenheiten, einem Jugendparlament mit eigenem Haushalt).
- Wir waren gegen den „Kommunalen Ordnungsdienst“ und wollten an seiner Stelle eine wertvolle, der Prävention dienende Sozialarbeit auf den Straßen von Stade.
- Wir machten Stade lebenswerter durch Anträge zu Brunnen und Trinkwasserstellen im Stadtgebiet und auf Spielplätzen.
- Brachliegende Obstflächen im Besitz der Stadt wurden für alle Menschen durch unseren Antrag „Stadtobst“ zum Pflücken zugänglich.
- Wir forderten die Stadt auf, gegen die zunehmenden, illegalen „Schottergärten“ vorzugehen. Blühstreifen sollten an Rande der städtischen Ackerflächen entstehen.
- Die „Bettelampeln“ wurden durch unsere Initiative Fußgängerfreundlich gestaltet.
- Scharf kritisierten wir die anonymen Armenbegräbnisse in „Urnentiefengräbern“, die den Ärmsten der Armen nicht einmal eine würdige Bestattung ermöglicht.
Warum will ich als zukünftiger Bürgermeister für eine soziale, ökologische und menschenfreundliche Stadt arbeiten?
Stade ist zweifellos eine hübsche Stadt. Aber sie hat auch ihre Probleme. Allem voran zu wenige leistbare Wohnungen, eine einseitige Fixierung auf Großindustrie und Großprojekte (LNG, Surfpark, eine als Holzkraftwerk getarnte Müllverbrennungsanlage), bei gleichzeitiger Vernachlässigung des Potenzials von kleinen, günstigen gut umsetzbaren Ideen für ein lebenswertes Stade.
Die Verwaltung funktioniert leidlich, aber ihr ist auch im Zweifelsfall ein ökologisch unsinniger LNG Terminal viel wichtiger als ein barrierefreier Zugang zu Erholungsflächen. Die Verwaltung der Stadt ist ganz schnell, wenn einem Investor freie Bahn für seine Geldträume bereitet werden soll. Sie ist nicht annähernd so schnell wenn es um den Einbau eines Fahrstuhls in einem öffentlichen Gebäude geht, damit möglichst alle dieses Gebäude barrierefrei benutzen können. Menschen zu Fuß oder mit besonderen Bedürfnissen (Ärmere, Ältere) haben es in Stade schwerer als Menschen mit Geld, Auto und Einfluss.
Ein Vorbild ist mir Elke Kahr (KPÖ), die Bürgermeisterin von Graz der zweitgrößten Stadt Österreichs. Wie sie möchte ich auf einen Teil meines Bürgermeistergehalts zugunsten eines kleinen sozialen Unterstützungsfonds für Menschen in Not in Stade verzichten, mit dem in konkreten Notsituationen geholfen werden soll.
Alle in der Stadt wissen um dringend notwendige günstige und gut leistbare Wohnungen. Ich möchte, auch gemeinsam mit der Wohnstätte, Stades Einstieg in den kommunalen sozialen Wohnbau auf den Weg bringen.
Umwelt- und Klimaschutz wird groß propagiert, aber in der täglichen Verwaltungshandlung stets hinten angestellt. Einfache Dinge, wie Erhaltung des Baumbestands, Schaffung von Trinkwasserstellen und Brunnen oder mehr Mülleimer und intensivere Straßenpflege werden oft als „unmöglich“ oder „zu teuer“ dargestellt.
Ich will das anders.
"Wem gehört die Stadt?" lautet die konkrete Frage und "Stadt für ALLE" heißt das Konzept.
Es bedeutet ein besonderes Auge zu haben auf eine sozialverträgliche, ökologisch zukunftsfähige und kulturell bunte, vielfältige Stadt.
Dafür stehe ich. Tristan Jorde, Sommer 2026
Deswegen am 13.09.
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