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LINKE kritisiert Verzicht auf Vorkaufsrecht für zukünftiges Bauland

22. Juni 2017
Benjamin Koch Boehnke 2.Buxtehude

Die Ratsfraktion der LINKEN übt scharfe Kritik am beschlossenen Verzicht auf das Vorkaufsrecht für zukünftiges Buxtehuder Bauland an der K 51 gegenüber dem Baugebiet „Königsdamm“. Hintergrund: Die privatwirtschaftliche Hausbau Immobiliengesellschaft (HBI) hat sich die knapp 40.000 Quadratmeter große Fläche zwar bereits zum Kauf gesichert, aber grundsätzlich kann die Stadt ein Vorkaufsrecht geltend machen, wenn es dem Allgemeinwohl dient. Dies wollte die Stadtverwaltung in diesem Falle tun, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Eine Mehrheit aus CDU und SPD lehnte dies im vergangenen Verwaltungsausschuss aber nun ab. Begründung: Auch die HBI plane auf diesem Gebiet den Bau bezahlbaren Wohnraums mit 20-jähriger Mietpreisbindung. Der LINKEN-Fraktionsvorsitzende Benjamin Koch-Böhnke weist darauf hin, dass in Buxtehude laut Wohnraumversorgungskonzept bereits jetzt massenhaft bezahlbare Wohnungen fehlen und viele Bürger ins Umland verdrängt werden. Koch-Böhnke: „Lediglich 30% der geplanten mehrgeschossigen Gebäude – nicht sämtlicher Gebäude - sind laut Sven Geertz, HBI-Geschäftsführer, zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums angedacht. Viel zu wenig um dem herrschenden Wohnraummangel entgegenzuwirken.“ Sein Fraktionskollege und LINKEN-Bundestagskandidat Klemens Kowalski hält auch die zeitlich begrenzte Mietpreisbindung für sehr problematisch. „20 Jahre gilt die Mietpreisbindung - aber was kommt danach? Das Gebiet ist unwiederbringlich verkauft, aber die Menschen brauchen auch später noch bezahlbaren Wohnraum.“, so Kowalski. Die beiden LINKEN-Politiker sind sich sicher: Die Wohnraumproblematik könne dauerhaft nur gelöst werden, wenn die Stadt eigene Baulandflächen behält und geeignete Flächen dazukauft um dann selbst als Bauherr aufzutreten. Nur so könne gewährleistet werden, dass bezahlbarer Wohnraum auch dauerhaft bezahlbar bleibt. „Sonst stehen wir in 20 Jahren wieder vor dem gleichen Wohnraummangel wie heute - aber dann ohne Baulandfläche.“

 

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