Skip to main content

LINKE beantragt Resolution gegen Autobahnprivatisierung

11. Mai 2017
Benjamin Koch Boehnke 6.Kreistag

Die LINKE-Fraktion im Kreistag fordert den Landkreis Stade in einer Resolution auf, die von der Bundesregierung geplante indirekte Autobahnprivatisierung in jeder Form abzulehnen und diesbezüglich u. a. auch auf die Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann und Enak Ferlemann (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium) einzuwirken. Nach Ansicht der LINKEN sollte der Landkreis Stade, in dem sich bereits die A26 befindet und die A20 in Planung ist, ein Interesse daran haben, dass die Autobahnen in öffentlicher Hand bleiben. DIE LINKE befürchtet außerdem, dass der Ausverkauf von Autobahnen, im Hinblick auf die sogenannte Schuldenbremse, auch ein Beispiel für die Privatisierungen von Bundes-, Land- und Kreisstraßen werden könnte. Ebenso wie die Elbe-Klinken zur GmbH oder die Deutsche Bahn zur AG umgewandelt wurde, könnte die geplante Autobahngesellschaft ebenfalls zu einer juristischen Person des privaten Rechts umgewandelt werden. Dies gilt insbesondere auch für die sogenannten öffentlich-privaten Partnerschaften, bei denen den Privaten eine bestimmte Rendite vertraglich garantiert wird, während die wirtschaftlichen Risiken einseitig zu Lasten der öffentlichen Hand gehen. „Die Privatisierung würde einen demokratischen Einfluss verhindern und somit der öffentlichen Kontrolle entzogen werden“, warnt der LINKEN-Fraktionsvorsitzende Benjamin Koch-Böhnke. Auch der Bundesrechnungshof habe bereits dem Bundestag seine Bedenken mitgeteilt. In Frankreich wurden Autofahrer/innen bereits bei der Nutzung von Autobahnen zur Zahlungen von Mautgebühren gezwungen, um Umsatzrenditen für die davon profitierenden privaten Unternehmen in Höhe von 20% bis 24% zu finanzieren. Koch-Böhnke: ,,Die Autobahnen sind bereits durch die Steuerzahler bezahlt worden. Warum sollten die Bürger die Autobahnen nun noch einmal bezahlen?“ Nach Ansicht der LINKEN würde sich eine Gebührenerhebung für die Nutzung von Autobahnen gerade auch auf Haushalte mit geringem Einkommen besonders negativ auswirken. „Verteilungspolitisch ist eine derartige  neoliberale Privatisierung konsequent abzulehen und muss dauerhaft ausgeschlossen werden“, so der LINKEN-Abgeordnete.

Neuer Kommentar

0 Kommentare


Archiv

2017 (52)

Januar (4) Januar (9) Januar (8) Januar (5) Januar (6) Januar (9) Januar (4) Januar (7)

2016 (59)

Januar (5) Januar (5) Januar (4) Januar (5) Januar (2) Januar (2) Januar (4) Januar (6) Januar (7) Januar (8) Januar (7) Januar (4)

2015 (65)

Januar (1) Januar (9) Januar (1) Januar (5) Januar (7) Januar (4) Januar (6) Januar (9) Januar (6) Januar (6) Januar (3) Januar (8)

2014 (50)

Januar (4) Januar (4) Januar (5) Januar (7) Januar (3) Januar (3) Januar (4) Januar (5) Januar (4) Januar (3) Januar (5) Januar (3)

2013 (67)

Januar (4) Januar (3) Januar (4) Januar (6) Januar (5) Januar (3) Januar (5) Januar (7) Januar (7) Januar (6) Januar (7) Januar (10)

2012 (44)

Januar (6) Januar (4) Januar (3) Januar (2) Januar (3) Januar (3) Januar (6) Januar (5) Januar (1) Januar (5) Januar (2) Januar (4)

2011 (56)

Januar (4) Januar (2) Januar (2) Januar (9) Januar (9) Januar (3) Januar (5) Januar (2) Januar (7) Januar (4) Januar (5) Januar (4)

2010 (39)

Januar (4) Januar (8) Januar (9) Januar (4) Januar (3) Januar (2) Januar (1) Januar (3) Januar (4) Januar (1)

2008 (1)

Januar (1)