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LINKE kritisiert Urteil zur Elbvertiefung

10. Februar 2017
Benjamin Koch Boehnke 6.Kreistag

DIE LINKE-Fraktion im Kreistag kritisiert das Urteil des Bundesverwaltungsungsgerichtes zur geplanten Elbvertiefung scharf. Zwar hat das Verwaltungsgericht rechtliche Mängel des von Hamburg und dem Bund vorgelegten Planfeststellungsbeschlusses gerügt, weshalb die Elbvertiefung nach den vorliegenden Plänen auch nicht realisierbar sei. Doch könnten diese Mängel durch Nachbesserungen der Pläne behoben werden, so dass dann die Elbvertiefung in die Tat umgesetzt werden könne. Hierbei gehe es insbesondere um den Schutz der Tier- und Planzenwelt sowie der Sicherheit der Menschen durch die drohende Versalzung des Grundwassers und der erhöhten Hochwassergefahr. Die LINKE-Fraktion kritisiert das Verwaltungsgericht für seine Auslegung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, nach der sich die Wasserqualität durch Baumaßnahmen nicht verschlechtern dürfe. Nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden der LINKEN, Benjamin Koch-Böhnke, sei das Urteil sehr wirtschaftsfreundlich ausgefallen. Koch-Böhnke: „Die Wasserrahmenrichtlinie ist eigentlich sehr eindeutig. Verschlechtert sich die Wasserqualität, darf nicht gebaut werden.“ Nach Meinung der LINKEN ist die Elbvertiefung ein reines Prestige-Vorhaben der Stadt Hamburg und völlig unnötig, da von diesen Riesen-Schiffen, für die die Elbvertiefung stattfinden soll, kaum welche vollbeladen überhaupt den Hamburger Hafen anlaufen würden. In den allermeisten Fällen löschen sie ihre Fracht teilweise schon in anderen Häfen. „Und wenn sie nicht vollbeladen sind, können sie auch ohne Vertiefung über die Elbe den Hamburger Hafen anlaufen“, so Koch-Böhnke. Die restlichen handvoll Riesen-Schiffe im Jahr, die vollbeladen kämen, könnten nach Meinung der LINKEN ihre Ladung auch in den naheliegenden natürlichen Tiefseehäfen Cuxhafen und Wilhelmshafen entladen. Auch die Angst, es gäbe einen großen Arbeitsplatzverlust, kann die LINKE nicht nachvollziehen. „Wir brauchen keine weitere Elbvertiefung, sondern ein Norddeutsches Hafenkonzept, um die Zusammenarbeit der Häfen zu verbessern. Dann gehen keine Arbeitsplätze verloren und dem Schutz von Mensch und Umwelt würde auch genüge getan.“

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